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Riu Palace Bavaro

RIU's neuestes Prachtstück in Punta Cana ist das RIU Palace Bavaro. Dort, wo früher das RIU Taino und das RIU Melao standen, hat im Dezember letzten Jahres das RIU Palace Bavaro eröffnet. Und es ist wirklich klasse geworden!

Ehrlich gestehen muss man jedoch, dass alteingesessene RIU-Fans zu Anfang sicherlich Schwierigkeiten haben könnten, denn nichts erinnert mehr an den einstigen typischen RIU Stil. Statt karibischer Rattan-Einrichtung und Blumen auf der Tagesdecke und den Vorhängen regieren jetzt Purismus, klare Linien, modernes Design; Violett, Pink, Grau und Schwarz-Weiß sind die überall im Hotel vorherrschenden Farben.

Zum ersten Mal wird das direkt beim Betreten der imposanten Lobby deutlich: mit goldenen Mosaiksteinchen verzierte Säulen, knallpinke Kunstlederbezüge auf anthrazitfarbenen Stühlen und schwarzen Sitzbänken sowie ein riesiger Deckenleuchter aus Kristallelementen dominieren die große Empfangshalle. Alles glänzt und glitzert und wirkt sowohl futuristisch als auch auf irgendeine Art und Weise retro... Man muss es schlicht und ergreifend gesehen haben, um für sich selbst festzustellen, ob man es toll findet oder eher dem etwas angestaubten alten RIU-Stil hinterher trauert.

Wenn man die langen Gänge hinter sich gebracht hat und im Zimmer ankommt, wird man bemerken, dass auch hier der gleiche Designer am Werk war: hellgraue Bodenfliesen, weiße Möbel, pinke und lila Kissen, eine schwarze Whirlpool-Wanne als optischer Raumteiler hin zum offenen Bad mit schwarzen Waschtischen, hohen Spiegeln auf pinkem Untergrund und einer Trennwand aus pinken Glasbausteinen. Toilette und Dusche sind getrennt voneinander und erstere tatsächlich mit bodentiefen Türen versehen, so dass man an diesem Örtchen wenigstens nicht auch halboffen im Raum sitzen muss... Die Dusche ist sehr geräumig und bietet u.a. auch einen Regenwaldduschkopf. Allerdings kann man dort fast von einem Wassertropfen zum anderen springen – leider ist der Wasserdruck nicht wirklich 5* wert. Dementsprechend früh sollte man sich auch überlegen, ob man die Whirlwanne denn nutzen möchte, um rechtzeitig das Wasser aufzudrehen, damit die Wanne gemächlich volllaufen kann. Spontanität ist an dieser Stelle fehl am Platz, vielmehr kommt die typisch dominikanische „Mañana, mañana“ -Wesensart hier voll zum Tragen– ist ja auch eine dominikanische Wanne...

Pünktlich ist dagegen fast immer die Putzfrau. Gründlich ebenfalls. Handtücher sind immer ausreichend vorhanden. Der Minibar Service kommt auch regelmäßig zum Nachfüllen, allerdings werden Sonderwünsche á la „kein Bier, aber mehr Cola“ nicht unbedingt erfüllt – es kann schon vorkommen, dass man dann zwar kein Bier hat, aber dafür ganz viel Sprite... Auch egal, denn mit Alkohol schmeckt auch die, und Rum, Gin, Wodka und Whisky hat man über der Minibar in einem Getränkespender an der Wand. Außerdem gibt es „Cafe Santo Domingo“ und eine Kaffeemaschine auf dem Zimmer.

Der für die Gäste des RIU Palace Bavaro zugängliche Pool ist meiner Meinung nach ein wenig klein geraten – zumindest für die Größe des Hotels. Es gibt zwar noch zwei weitere Pools, allerdings sind diese im VIP-Bereich und im Sensimar-Bereich befindlich und für den „normalen“ Urlauber nicht nutzbar. Der VIP-Bereich ist auf dem deutschen Markt wohl gar nicht buchbar, hier sind vorwiegend Amerikaner zu Gast. Das Sensimar kann mal als „Wohlfühloase“ und „Hotel im Hotel“ separat buchen. Man sollte jedoch abwägen, ob sich der u. U. anfallende Mehrpreis lohnt, da sich die dortigen Junior Suiten in puncto Ausstattung nicht wirklich von denen des RIU Palace Bavaro unterscheiden. Lediglich die Gebäude selbst sind kleinere Villen, sprich man hat keine schier endlosen Gänge etc. Außerdem gibt es noch eine eigene Bar am Pool und ein extra A-la-carte-Restaurant nur für Sensimar-Gäste.
Aber sonst sind alle Einrichtungen des Hotels gemeinschaftlich nutzbar, sowohl von den RIU Palace Bavaro Gästen als auch denen des Sensimar bzw. VIP-Bereichs.

Aber zurück zum Pool: Hier kann es zur Hochsaison schon recht eng werden und man sollte früh kommen, wenn man eine Liege im Schatten nah am Pool unweit der Bar haben möchte... Ein Teil des Pools wird als Aktivitätenpool genutzt, der andere ist zum Schwimmen und dank im Wasser befindlicher gemauerter Liegen zum Relaxen da. Einen Kinderpool gibt es an dieser Stelle nicht; vielmehr muss man mit den kleinsten Gästen am Pool-/Strandrestaurant vorbei zum Miniclub, um zum Kinderpool zu gelangen. Für diesen Weg oder aber auch nur den zu den im Restaurant befindlichen Toiletten oder zur Poolbar sollte man besser immer Badeschlappen oder Flipflops tragen – die Fliesen heizen sich um den Pool herum und auch sonst auf den Wegen extrem auf. Die Poolbar ist sowohl vom Wasser als auch von außen erreichbar.

Im Außenbereich gibt es direkt zum Strand hin eine Art Lounge, wo man gemütlich sitzen kann. Im Wasser wiederum gibt es Barhocker und auch kleine, runde Separees mit im Wasser gemauerten Tischen, so dass man planschend seine Cocktails schlürfen kann. Dem Architekten sei Dank: Es handelt sich hier nicht um einen Teil des eigentlichen Pools, sondern vielmehr um einen eigens für die Poolbar genutzten Pool. D.h., wenn manch ein Gast doch zu viele Cocktails hatte und dann sein Glas aus Versehen umschmeisst, badet man nicht zwangsläufig in der „Brühe“... Bei den partylustigen amerikanischen Gästen ist letzteres übrigens nichts Ungewöhnliches... Auch wenn ein großer Teil der Gäste aus Nordamerika kommt, so bieten die Restaurants des Hotels weitaus mehr als nur Fast Food. Vielmehr überwältigt einen das Angebot und man weiß nicht, wo man anfangen und aufhören soll mit dem Essen. Soll man aufhören? Es gibt neben dem Buffetrestaurant auch noch diverse a-la-carte Restaurants, allerdings habe ich diese nicht genutzt. Das Buffetrestaurant selbst bot mehr, als man sich vorstellen konnte. Alle Speisen waren toll dekoriert, Vorspeisen und Nachspeisen wurden in kleinen Schälchen auf Glasplatten angerichtet, Fleisch und Fisch a la minute für die Gäste zubereitet. Es gab selten große Warmhaltebehälter, in denen die Speisen ewig herumdümpelten; alles war frisch und sauber. Am tollsten war der Schokobrunnen am Abendbuffet. Da schmeckten die tropischen Früchte gleich nochmals so gut... Ansonsten gab es immer Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Nudeln, Gemüse, Vorspeisen, Salate, Obst, Eis, Kuchen... Auch im Pool-/Strandrestaurant war das Angebot zum Mittagsbuffet wirklich umfangreich, wenn auch etwas kleiner als im Hauptrestaurant. Nichtsdestotrotz wurden auch hier viele Dinge extra frisch für den Gast zubereitet. Der Service war jederzeit sehr aufmerksam, zügig und zuvorkommend. Getränke wurden an den Tisch gebracht und die Kellner wussten nach kurzer Zeit, was der einzelne Gast trinken will und brachten dann ohne Bestellung die Getränke. Einzig und allein die Softgetränke aus den kleinen Plastikflaschen lassen die Frage aufkommen „wohin mit dem ganzen Müll?“ - jeder Gast bekam immer eine eigene kleine Flasche und wenn diese nicht leer getrunken wurde, ging sie eben in den Müll... Ob es da nicht eine optimalere Lösung geben könnte?

Der Strand am RIU Palace Bavaro ist traumhaft! Feiner heller Sand, türkisblaues Wasser, Palmen, Palmen, Palmen... Es gibt am RIU keine Sonnenschirme, vielmehr sucht sich jeder seine „eigene“ Palme. Und man wird auch später am Vormittag noch fündig, ohne Reservieren der Liegen morgens um 6 Uhr. Nichtsdestotrotz ist es nicht wirklich ruhig am Strand, vielmehr herrscht geschäftiges Treiben: wenn kein Banana-Boot an einem vorbei saust, dann sind es Paragliding-Schirme, die über einen drüber weg fliegen oder Urlauberströme, die am Strand entlangwandern. Oder aber auch die Animation, die einen pünktlich 15 Uhr mit lauter Musik aus dem Mittagsschlaf erwachen lässt... Wem das alles zu viel Trubel ist, der geht ein Stück den Strand entlang und sucht sich ein ruhiges Plätzchen irgendwo am Strandabschnitt des RIU Komplexes. Schließlich darf man sich überall zwischen RIU Palace Bavaro und RIU Palace Punta Cana hinlegen...

So laut und energiegeladen die Animation am Tag ist, so ist sie es bedauerlicherweise nicht am Abend. Vielleicht hatte ich auch lediglich die falsche Woche erwischt... Denn außer der von ausserhalb eingekauften Michael Jackson-Show hat mich nicht wirklich irgendetwas beeindruckt. Vielmehr war die Abendanimation den Erwartungen an ein 5*Haus nicht gerecht geworden... Bühnenbilder gab es keine, der eingesetzte Flatscreen zeigte oft nur den Windows-Starbildschirm, die Shows hatten diese Bezeichnung nicht verdient...eigentlich eher enttäuschend, zumal das Hotel in allen sonstigen Aspekten wirklich top ist. Die Animation war im Nachbarhotel RIU Naiboa lustiger und besser... Aber man muss sich ja nicht in das Theater und die dortige überfüllte Bar setzen, sondern konnte auch in der Lobbybar oder dem dortigen Cafe sitzen und gemütlich etwas trinken. Zu späterer Stunde war die Sports Bar ebenfalls ein beliebter Treffpunkt, dort bekam man neben Getränken auch 24h lang kleine Snacks. Verhungern musste hier tatsächlich niemand...

Eins sei allen Reisenden empfohlen: immer eine leichte Jacke mitnehmen. Alle öffentlichen Bereiche des Hotels werden mittels Air Condition wirklich extrem herunter gekühlt. Selbst in den Zimmern, in denen man selbst Herr über die Klimaanlage ist, war es immer merklich kühl. Dort gab es aber eine angenehm warme Decke – in lila, wie sollte es auch anders sein...

Als Gast des RIU Palace Bavaro kann man uneingeschränkt die Nachbarhotels des RIU Komplexes nutzen. Wer also gern herausfinden möchte, wie es in den anderen einzelnen Hotels aussieht, wie die Cocktails oder das Essen schmecken, dem sei geraten, sich doch während seines Urlaubs einfach umzuschauen und alles auszutesten. Ausgenommen sind hiervon lediglich das Sensimar, der VIP-Bereich des RIU Palace Bavaro und zukünftig wohl auch das erste adults-only-Hotel: das komplett renovierte RIU Palace Macao.

Abschließend sei gesagt, dass das RIU Palace Bavaro für Gäste jeden Alters geeignet ist, die gern in einem neuen, nicht abgewohnten Hotel Urlaub machen möchten, Wert auf tolles Essen und sehr guten Service legen und sich in einem buntgemischten, internationalen Publikum wohlfühlen.

(Juli 2012)